Italien greift durch: Vollständiges Verbot von Smartphones und Smartwatches im Unterricht von der Grundschule bis zum Abitur
Mit dem Ministerialrundschreiben Nr. 3392 von Minister Giuseppe Valditara verbietet Italien Mobiltelefone im Unterricht auch für didaktische Zwecke und setzt wieder auf Schulhefte und Konzentration.
Italiens Bildungsminister Giuseppe Valditara hat mit dem Erlass Nr. 3392 die Nutzung von Smartphones und persönlichen Digitalgeräten an allen Primar- und Sekundarschulen des Landes untersagt.
Das Verbot gilt während der gesamten Unterrichtszeit ausnahmslos, selbst wenn eine pädagogische Nutzung beansprucht wird. Das Ministerium verweist auf OECD- und WHO-Studien, wonach Bildschirme Merkfähigkeit und Textverständnis gravierend schwächen.
Der Erlass fordert die Rückkehr zum handschriftlichen Notieren und direkten Dialog im Klassenzimmer. Ausnahmen gelten einzig für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (PEI/PDP).
Italienische Schulen haben ihre Disziplinarordnungen verschärft; Geräte müssen morgens in Schließfächern oder verschlossenen Taschen verwahrt werden.
Minister Valditara betonte: 'Wir müssen die Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder schützen und echten zwischenmenschlichen Austausch im Unterricht wiederbeleben.'
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