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Regierungspolitik & Gesetze 2026-10-05 5 Min. Lesezeit

Kalifornien schränkt Social-Media-Algorithmen ein: Gesetz SB 976 verbietet suchtfördernde Feeds und nächtliche Benachrichtigungen für Minderjährige

Von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnet, verbietet das Gesetz SB 976 ('Protecting Our Kids from Social Media Addiction Act') Tech-Plattformen, Minderjährigen ohne elterliche Zustimmung algorithmische Feeds anzuzeigen oder Benachrichtigungen während der Schul- und Schlafenszeit zu senden. Die Regelung aus dem Silicon Valley erzwingt chronologische Feeds und standardmäßige Privatsphäre.

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Nachrichtenquelle: Büro von Gouverneur Gavin Newsom / SB 976 (Originalquelle ansehen ↗)

Kalifornien, die Wiege des Silicon Valley, hat einen wegweisenden rechtlichen Meilenstein gegen manipulative Algorithmen gesetzt, die gezielt auf die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. Das von Senatorin Nancy Skinner initiierte und von Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete Gesetz Senate Bill 976 (SB 976 — Protecting Our Kids from Social Media Addiction Act) untersagt es Plattformen, Minderjährigen ohne verifizierte Zustimmung der Eltern 'suchtfördernde Feeds' bereitzustellen. Damit wird das Geschäftsmodell der algorithmischen Reizüberflutung rechtlich begrenzt.

Die Kernbestimmung des Gesetzes definiert den rechtlichen Rahmen für süchtig machende Algorithmen neu. Anstelle personalisierter Empfehlungen, die auf Verweildauer, Klickhistorie und Verhaltensdaten basieren, müssen Minderjährigen standardmäßig rein chronologische Feeds angezeigt werden, die ausschließlich Beiträge von Profilen enthalten, denen sie aktiv folgen. Fehlt das Einverständnis der Erziehungsberechtigten, müssen die Konten der Jugendlichen zudem automatisch auf privat gestellt werden.

Darüber hinaus regelt SB 976 die störende Benachrichtigungsarchitektur streng. Plattformen dürfen minderjährigen Nutzern zwischen 08:00 und 15:00 Uhr (reguläre Unterrichtszeit) sowie zwischen 00:00 und 06:00 Uhr nachts (Schlafenszeit) keine Push-Benachrichtigungen mehr senden, sofern keine ausdrückliche elterliche Freigabe vorliegt. Ziel ist es, sowohl Unterrichtsstörungen als auch das nächtliche endlose Weiterscrollen ('Revenge Bedtime Procrastination') einzudämmen.

Obwohl Lobbyverbände der Digitalwirtschaft rechtliche Schritte angekündigt haben und die Generalstaatsanwaltschaft Kaliforniens die Umsetzungsrichtlinien erarbeitet, gilt das Gesetz als weltweiter Präzedenzfall. In Kombination mit dem zuvor verabschiedeten Handyverbot an Schulen (AB 3216) schafft Kalifornien einen zweistufigen Schutz: den physischen Ausschluss von Störquellen im Klassenzimmer und die Zähmung suchterzeugender Plattform-Designs.

Gesetzliche Reformen schaffen ein unverzichtbares Fundament, doch ihre globale Durchsetzung benötigt Zeit. Umso wichtiger ist es für Familien und Einzelpersonen, ihre digitale Gesundheit schon heute eigenverantwortlich zu schützen. Werkzeuge wie Limitra bieten sofortige, kompromisslose Unterstützung: Mit den strikten Blockaden von Limitra App Block oder der partnerschaftlichen Verbindlichkeit von Limitra Social lässt sich das digitale Dauerfeuer wirksam stoppen und geistige Klarheit zurückgewinnen.

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