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Schulen & Jugend 2026-10-31 5 Min. Lesezeit

Britisches Bildungsministerium Veröffentlicht Nationalen Leitfaden: Standard für Ganztägiges Handyverbot an Schulen

Das britische Bildungsministerium (DfE) hat einen nationalen Leitfaden herausgegeben, der Schulleitungen den Rücken stärkt, Mobiltelefone während des gesamten Schultags einschließlich der Pausen zu verbieten.

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Nachrichtenquelle: UK Department for Education (DfE) - Mobile phones in schools guidance (Originalquelle ansehen ↗)

Das britische Bildungsministerium (Department for Education - DfE) hat seinen offiziellen nationalen Leitfaden 'Mobile phones in schools' veröffentlicht, der darauf abzielt, die Nutzung von Mobiltelefonen durch Schüler während des gesamten Schultags an allen Primar- und Sekundarschulen in England zu unterbinden. Die Richtlinie verschafft Schulleitungen und Lehrkräften rechtliche Klarheit und bekräftigt die gesetzlichen Befugnisse nach den Abschnitten 91 und 94 des Education and Inspections Act 2006, die das Lehrpersonal ausdrücklich dazu ermächtigen, unzulässige elektronische Geräte zu durchsuchen und einzuziehen. Die Kernziele der Maßnahme bestehen darin, Unterrichtsstörungen zu beseitigen, Cybermobbing einzudämmen und die persönliche soziale Interaktion auf dem Schulgelände wiederzubeleben.

Der DfE-Leitfaden stellt vier praxisnahe Umsetzungsmodelle vor, die Schulen je nach ihren Gegebenheiten anwenden können: das vollständige Verbot von Telefonen auf dem Schulgelände (Geräte verbleiben zu Hause), die Abgabe beim Betreten der Schule mit Rückgabe bei Schulschluss, die Verwahrung in abschließbaren Schließfächern oder gesicherten Magnettaschen während des Schultags oder das ausgeschaltete und unsichtbare Aufbewahren tief im Schulranzen. Der Leitfaden betont nachdrücklich, dass das Verbot nicht auf Unterrichtsstunden beschränkt bleiben darf, sondern Pausen, die Mittagszeit und Raumwechsel einschließen muss, um einen wahrhaft handyfreien Schultag zu gewährleisten. Untermauert wird dies durch Daten der Regulierungsbehörde Ofcom, wonach 97 Prozent der 12-Jährigen ein Smartphone besitzen und über ein Drittel der Sekundarschüler von massiven Unterrichtsstörungen durch Handys berichtet.

Die Richtlinie formuliert eng gefasste und belegbare Ausnahmetatbestände. Gestattet bleibt die Nutzung ausschließlich bei nachgewiesenen medizinischen Indikationen (wie kontinuierlichen Glukosesensoren zur Diabetesüberwachung) sowie bei sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen von Förderplänen (SEND / EHCP). Schulleitungen erhalten zudem den Ermessensspielraum, für Oberstufenschüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 (Sixth form, 16–18 Jahre) getrennte, kontrollierte Aufenthaltsbereiche mit eingeschränkter Nutzung festzulegen. Außerhalb dieser Ausnahmen führt die unerlaubte Gerätenutzung zu gestaffelten disziplinarischen Ordnungsmaßnahmen der Schule.

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