Großbritannien: Ofcom beschließt verbindliche Online-Sicherheitsstandards für Kinder
Die britische Aufsichtsbehörde Ofcom setzt Richtlinien des Online Safety Act in Kraft: Plattformen müssen das Alter verlässlich prüfen und suchtfördernde Algorithmen für Minderjährige drosseln.
Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat offizielle Verhaltensregeln im Rahmen des wegweisenden Online Safety Act veröffentlicht. Die Vorschriften verpflichten Social-Media-Betreiber und Suchmaschinen zu einer rechtlichen Fürsorgepflicht, um Kinder und Jugendliche vor schädlichen und abhängigkeitserzeugenden Inhalten zu schützen.
Tech-Konzerne dürfen sich nicht länger auf freiwillige Altersangaben verlassen. Plattformen müssen zuverlässige Methoden der Altersprüfung einsetzen, um Minderjährige vor ungeeigneten Inhalten abzuschirmen, andernfalls greifen automatisch die strengsten Schutzeinstellungen für alle Profile.
Besonders im Visier der Aufsicht stehen manipulative Designmuster wie endloses Scrollen, automatische Videowiedergabe und ständige Push-Benachrichtigungen. Bei Verstößen drohen den Technologieunternehmen Bußgelder von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
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