Herbert Simon und die Aufmerksamkeitsökonomie: Warum Informationsüberfluss die Konzentration zerstört
Nobelpreisträger Herbert Simon formulierte bereits 1971 das Gesetz des digitalen Zeitalters: Die Fülle an Information erzeugt eine Armut an Aufmerksamkeit.
Bereits 1971 formulierte der spätere Nobelpreisträger Herbert A. Simon die Grundregel des digitalen Zeitalters: 'Ein Reichtum an Information erzeugt eine Armut an Aufmerksamkeit.' Er erkannte früh, dass Aufmerksamkeit das knappste Gut der Wissensgesellschaft ist.
Seine Erkenntnis ist bestechend logisch: Information konsumiert die Aufmerksamkeit des Empfängers. Je mehr Reize und digitale Inhalte auf den Menschen einströmen, desto drastischer schrumpft die Fähigkeit zu tiefer gedanklicher Durchdringung und Ruhe.
Heutige Social-Media-Geschäftsmodelle machen sich genau diese Dynamik zunutze, indem sie endlose Feeds gegen menschliche Lebenszeit eintauschen. Um die eigene Urteilskraft zu bewahren, bedarf es bewusster Schranken für den täglichen Medienkonsum.
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