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Schulen & Jugend 2026-10-04 5 Min. Lesezeit

Die stille Rebellion der Generation Z: Dumbphones und die wachsende Sehnsucht nach digitalem Detox

Geplagt von digitaler Dauerüberlastung und Benachrichtigungsmüdigkeit greifen immer mehr junge Menschen der Generation Z zu einfachen Tastentelefonen ohne Internet. Laut Morning Consult räumen 54 % der Jugendlichen ein, zu viel Zeit am Bildschirm zu verbringen – die Nachfrage nach minimalistischen Geräten wächst rasant.

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Nachrichtenquelle: Morning Consult / HMD Global (Originalquelle ansehen ↗)

Die erste Generation, die mit dem Smartphone aufgewachsen ist, wendet sich zunehmend schlichten Tastentelefonen ohne Internetzugang zu. In den USA nutzen bereits 16 % der jungen Erwachsenen der Generation Z ein sogenanntes „Dumbphone“, und 28 % ziehen die Anschaffung ernsthaft in Betracht.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Morning Consult besitzen 16 % der US-amerikanischen Gen-Z-Erwachsenen ein Tastenhandy – die höchste Quote aller Altersgruppen. Zudem bekundeten 28 % der Gen Z reges Interesse an solchen Geräten, mehr als doppelt so viele wie in der Generation X (13 %) und bei den Babyboomern (9 %). Daten von SEMrush belegen, dass die Google-Suchanfragen nach dem Begriff „Dumbphone“ zwischen 2018 und 2021 um 89 % nach oben schnellten. Auch wenn Medienberichte über angebliche Absatzzuwächse von 148 % bei 18- bis 24-Jährigen mit Vorsicht zu bewerten sind, ist der gesellschaftliche Trend unverkennbar. Warum faszinieren die Geräte? Die Beweggründe der Jugendlichen sind eindeutig: ständiges Scrollen, Reizüberflutung, Schlafprobleme und Konzentrationsschwächen. Ein Tastentelefon schaltet Social Media physisch aus und macht mühsame Willenskraft überflüssig. Für manche spielt auch die Ästhetik der 2000er-Jahre eine Rolle. Doch im Alltag offenbart sich rasch ein Dilemma: Das moderne Leben setzt ein Smartphone oft zwingend voraus – von Online-Banking über Zwei-Faktor-Codes und Kartennavigation bis hin zu Fahrkarten und Chatgruppen an der Universität.

Ein Student kauft sich für seinen Seelenfrieden ein Klapphandy. Am Campus verpasst er kurzfristige Raumänderungen in der Lerngruppe, kann in der Mensa den QR-Code nicht scannen und die Bestätigung der Banking-App schlägt fehl. Nach wenigen Tagen landet das Tastenhandy in der Schublade und das Smartphone kehrt zurück.

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