Belgien verabschiedet historischen Bildungserlass: Smartphones und vernetzte Geräte von der Vorschule bis zur Sekundarstufe verboten
Mit einem historischen Dekret der Föderation Wallonie-Brüssel ist die Freizeitnutzung von Smartphones, Smartwatches und vernetzten Geräten während des gesamten Schultages in allen Vorschulen, Grund- und Sekundarschulen streng verboten. Zusammen mit Flandern setzt Belgien ein klares Zeichen für konzentrierte, bildschirmfreie Lernräume und gegen Cybermobbing.
Um die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht zu schützen, soziale Interaktionen auf dem Schulhof zu fördern und Cybermobbing wirksam einzudämmen, haben die belgischen Bildungsbehörden eines der umfassendsten Handyverbote Europas in Kraft gesetzt. Mit einem wegweisenden Erlass der Regierung der Föderation Wallonie-Brüssel (FWB) ist die private Nutzung von Smartphones, Smartwatches und tragbaren internetfähigen Geräten während des gesamten Schultages an allen Vorschulen, Primar- und Sekundarschulen der französischsprachigen Gemeinschaft ausnahmslos untersagt.
Die Neuregelung baut auf dem erfolgreichen Pilotprojekt auf, das zuvor in den 373 öffentlichen Schulen des Netzwerks Wallonie-Bruxelles Enseignement (WBE) etabliert worden war, und dehnt die Schutzmaßnahmen nun auf Hunderttausende von Schülerinnen und Schülern im gesamten Bildungswesen aus. Nach Betreten des Schulgeländes müssen die Geräte ausgeschaltet oder lautlos in Taschen oder Schließfächern verbleiben. Das Verbot gilt für den Unterricht ebenso wie für Pausen und Mittagszeiten; Ausnahmen sind strikt auf pädagogische Vorgaben von Lehrkräften oder medizinische Notwendigkeiten beschränkt.
Auch im niederländischsprachigen Flandern hat sich ein breiter Konsens durchgesetzt. In Grundschulen gilt dort flächendeckend ein vollständiges Smartphone-Verbot, während in den ersten beiden Stufen der Sekundarschulen die Nutzung im Unterricht und während der Pausen untersagt ist. Durch die Angleichung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens verfolgen nun alle drei Sprachgemeinschaften des Landes eine gemeinsame Strategie, um Bildschirme aus dem schulischen Alltag zu verbannen und ungestörtes Lernen zu ermöglichen.
Bildungsforscher und Kinderärzte heben die nachweisbaren positiven Effekte hervor: Das Fehlen von Smartphones in den Pausen führt zu mehr Bewegung, lebendigen Gesprächen und einem spürbaren Rückgang von Hänseleien und unerlaubten Foto- und Videoaufnahmen. Im Klassenzimmer steigt die Aufmerksamkeitsspanne messbar an. Pädagogen betonen, dass Bildungseinrichtungen geschützte Räume sein müssen, in denen kritisches Denken nicht durch permanente Push-Benachrichtigungen fragmentiert wird.
Experten für digitale Gesundheit unterstreichen jedoch, dass schulisches Durchgreifen nur die halbe Miete ist. Nach Schulschluss lauern auf den Bildschirmen zu Hause dieselben Suchtmechanismen, die Hausaufgaben und gesunden Schlaf gefährden. Um die in der Schule gewonnene Fokussierung im häuslichen Umfeld aufrechtzuerhalten, bieten fortschrittliche App-Blocker wie Limitra App Block die notwendige Unterstützung, um zeitgesteuerte Sperren einzurichten und junge Menschen vor zeitfressenden Social-Media-Algorithmen zu schützen.
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