Virginia beschließt historische handyfreie Schulen „von Gong zu Gong“: 1,2 Millionen Schüler ohne Smartphone im Unterricht
Das Bildungsministerium von Virginia (VDOE) hat verbindliche Richtlinien für handyfreie Schulen in allen 131 Schulbezirken erlassen, die rund 1,26 Millionen Schüler betreffen. Gemäß der strikten „Gong-zu-Gong“-Regel sind Smartphones vom ersten Morgengong bis zum Schulschluss verboten – einschließlich Pausen und Flurwechseln.
Auf Grundlage des von Gouverneur Glenn Youngkin unterzeichneten Erlasses (Executive Order 33) hat das Bildungsministerium von Virginia (VDOE) seine verbindlichen Richtlinien für handyfreie Schulen im gesamten Bundesstaat veröffentlicht. Die Vorgabe gilt für rund 1,26 Millionen Schüler an öffentlichen Schulen in 131 Schulbezirken und soll chronische Ablenkungen im Unterricht beseitigen, Konflikte mindern und der durch soziale Netzwerke verstärkten psychischen Belastung junger Menschen entgegenwirken.
Das Herzstück der Verordnung bildet das konsequente „Gong-zu-Gong“-Prinzip (bell-to-bell). Demnach müssen Schüler private Smartphones, Smartwatches und kabellose Kopfhörer vom ersten Schulsirenenton am Morgen bis zum finalen Entlassungsgong am Nachmittag vollständig ausschalten und verstauen. Das Verbot gilt ununterbrochen während des gesamten Schultags und schließt Unterrichtszeiten ebenso ein wie Pausen, Flurwechsel und das gemeinsame Mittagessen.
Die Richtlinie differenziert nach Entwicklungs- und Schulstufen. An Grundschulen wird Eltern dringend empfohlen, Kindern keine Mobilgeräte mitzugeben; mitgeführte Geräte müssen den gesamten Tag ausgeschaltet in der Schultasche verbleiben. An weiterführenden Schulen nutzen die Schulbezirke verschließbare Taschen, Schließfächer oder Klassenaufbewahrungen, um einen bildschirmfreien Schultag zu gewährleisten. Dringende Notfallkontakte der Eltern laufen zentral über die Schulsekretariate.
Das Ministerium stützt sich auf einen umfassenden Dialog mit mehr als 20 öffentlichen Anhörungen und knapp 6.000 schriftlichen Beiträgen von Lehrkräften, Eltern und Kinderärzten. Pädagogische Analysen belegen, dass die Verbannung der Bildschirme aus dem Schulalltag Cybermobbing spürbar eindämmt, die persönliche soziale Interaktion auf den Schulhöfen wiederbelebt und die Konzentration im Unterricht nachhaltig steigert.
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