Gloria Marks 47-Sekunden-Studie: Warum die Aufmerksamkeit an Bildschirmen kollabierte
Langzeitforschungen der UC Irvine zeigen, dass die ununterbrochene Aufmerksamkeitsspanne an digitalen Bildschirmen von 2,5 Minuten auf gerade einmal 47 Sekunden geschrumpft ist.
Dr. Gloria Mark von der University of California, Irvine, erforscht seit über zwanzig Jahren die Auswirkungen digitaler Medien auf die menschliche Konzentration. Betrug die durchschnittliche Verweildauer auf einem einzelnen Bildschirm 2004 noch etwa 150 Sekunden, liegt sie heute bei dramatischen 47 Sekunden.
Dieser permanente Kontextwechsel belastet das Arbeitsgedächtnis enorm. Jedes Umschalten zwischen Registerkarten und Smartphone-Apps erzeugt kognitive Reibung und führt zu chronischer Erschöpfung im Arbeitsalltag.
Besonders aufschlussreich ist das Phänomen der 'Selbstunterbrechung': Rund die Hälfte aller Ablenkungen erfolgt ohne äußere Reize, getrieben von einem automatischen Reflex des Gehirns auf der Suche nach sofortiger Stimulation.
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